Presse/Aktuelles
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Leben gegen den Schatten des Vaters (TLZ v. 06.09.2000)

Das wirksamste Mittel gegen Rechtsextremismus ist “sachliche Information und nicht bloß Phrasen”, sagte gestern Nachmittag Marin Bormann, Sohn des Hitler-Sekretärs Martin Bormann, auf eine Frage nach seinem Vortrag im Grenzmuseum “Schifflersgrund”, der über 100 Zuhörer fesselte. Für den 70-jährigen pensionierten Reliogiomslehrer ist die Aufklärung der Jugend über die NS-Ideologie zur Lebensaufgabe geworden.
Bormanns Lebensbericht ist ausführlich in seinem Buch “Leben gegen den Schatten: gelebte Zeit - geschenkte Zeit; Begegnungen, Erfahrungen,Folgerungen” nachzulesen.


Versöhnung als Rettung (HNA v. 07.09.2000)

Eine Lesung von Martin Bormann bildete am Dienstagnachmittag den Auftakt für eine Vortragsreihe gegen Rechtsradikalismus, die das Grenzmuseum Schifflersgrund organisiert. Was tun mit einem Vater, der Hitlers Sekretär und Reichsleiter war? Einem Vater, der seit 1933 zum engen Kreis Hitlers gehörte? Wie mit seinem Leben leben?
Martin Bormann hat sich für das Reden entschieden. Vor zahlreich erschienenen Publikum aller Altersstufen stand Bormann Rede und Antwort.
Das Podium teilte er sich mit Wolfgang Ruske, Vorsitzender des Arbeitskreises Grenzinformation und dem Schul- und Polizeipfarrer Karl-Josef Wagenführ.


Rekordbesuch am Feiertag im Grenzmuseum (HNA v. 05.10.2000)

Fast 2000 Menschen haben am Tag der deutschen Einheit das Grensmuseum Schifflersgrund besucht. Dies ist neuer Rekord. Höhepunkt war am Nachmittag ein ökumenischer Gottesdienst mit rund 800 Teilnehmern, der von Geistlichen aus Ost und West gestaltet wurde. Im Museum war zeitweise kein Durchkommen - mehrere Reisegesellschaften machten Station. Auf besonderes Intersse stieß der renovierte Beobachtungsturm.


Ökumenischer Gottesdienst - Zeichen der Verbundenheit (HNA v. 05.10.2000)

Auf dem Gelände des Grenzmuseum fand am 10. Jahrestag der deutschen Einheit der bisher besucherstärkste Ökumenische Gottesdienst statt. “Nicht die Politiker seienam Tag der Einheit wichtig, sondern die Menschen, zumal jene, die den Prozess der Wende bewirkt hätten...”, so der Bad Sooden-Allendorfer Pfarrer Herrmann.
Mit diesem Gottesdienst wollte man Verbundenheit zeigen, man wollte ein deutliches Zeichen für die Einheit der Christen setzen.



Tag der Freude und der Hoffnung Tag der Freude und der Hoffnung
Tag der Freude und der Hoffnung

Tag der Freude und der Hoffnung - Vogel und Koch erinnerten an den Jahrestag der Grenzöffnung
(TLZ v.10.11.2000)

Am 9. November 2000 weilten die Ministerpräsidenten von Thüringen und Hessen, Bernhard Vogel und Roland Koch, in unserem Museum. Nachdem sie am Mahnmal für Heinz-Josef Große, der 1982 bei einem Fluchtversuch erschossen wurde, Kränze niedergelegt hatten, forderten sie die über 500 Besucher aus dem grenznahen Raum auf, sich aktiv an der Gestaltung der deutschen Einheit zu beteiligen.


Veranstaltungen im Grenzmuseum Schifflersgrund

Diskussionsrunde im Grenzmuseum Schifflersgrund,Verfassungsschutzchef im Gespräch.

Thüringen TolerantDer von Wolfgang Ruske geleitete Arbeitskreis unterstützt mit Nachdruck die TLZ-Initiative "Thüringen tolerant". Gemeinsam müsse sich rechtsextremistischen Auswüchsen und Gedankengut entgegengestellt werden. Der Präsident des Bundesamtes für den Verfassungsschutz, Heinz Fromm, der Koordinator für den Verfassungsschutz im Thüringer Innenministerium Miachel Eggers und die stellv. TLZ-Chefredakteurin Gerlinde Sommer referierten über die Gefahren des Extremismus.Vor über 100 thüringer und hessischen Mitbürgern kamen die Gesprächsteilnehmer zur Auffassung, daß die Lehren aus 2 Diktaturen lauten: Gleichgültigkeit stärkt den Extremismus. Demokratie sei verletzlich, sagte Präsident Fromm und rief auf, gemeinsame Anstrengungen gegen Extremisten zu unternehmen.
Der Geist der Freiheit und der Gerechtigkeit hat sich den Nationasozialismus und den Kommunismus durchgesetzt, ein Stück Erinnerung wird hier im Schifflersgrund wachgehalten, sagte Frau Sommer.


Kein Ende beim Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern - können die USA vermitteln?

“Pax Americana im Nahen Osten - hat der Friedensprozess noch eine Chance ?” war das Thema einer Veranstaltung der Deutschen-Atlantischen-Gesellschaft e.V., die am 28.11.2000 rund 80 Besucher in den Wappensaal von Bad Sooden-Allendorf lockte. Dazu  hatten die sogenannten “Atlantiker” des Arbeitskreises Thüringen sozusagen landesübergreifend eine Expertenrunde von Politologen eingeladen, die über die Rolle der USA bei der Konfliktbewältigung und Problemlösung in der nahöstlichen Krisenregion referierten. “Die Vereinigten Staaten sind nach Ende der bi-polaren Konfrontation als einzig wirkliche Weltmacht übrig geblieben. Sie müssen sich daher auch weiterhin als der entscheidende Ordnungsfaktor in der Region engagieren.”, leitete Martin Ruske für die atlantische Gesellschaft vorab ein.
Musikalisch eröffnet vom Instrumentalkreis der Badestadt (unter der Leitung von Dieter Henke) begann zunächst Prof.Dr. Helmut Hubel, Inhaber des Lehrstuhls für Außenpolitik und Internationale Beziehungen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, über die grundsätzliche Bedeutung der USA für die Region zu referieren. Dabei stellte er heraus, daß Amerika in den letzten Jahrzehnten ein generelles Interesse an der Konfliktverhütung  im Nahen Osten bewiesen habe. Insbesondere sei es Washington gelungen, bis zur jetzigen neuerlichen Krise in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts äußerst erfolgreich positive Veränderungen im israelisch-arabischen Konflikt herbeizuführen. Niemals zuvor wären sich die Konfliktparteien bis zum zweiten Camp-David-Treffen unter amerikanischer Vermittlung jemals so nahe gekommen und ein dauerhafter Frieden möglich gewesen. Jedoch hätten u.a. die hohen (unbefriedigten)  Erwartungen in beiden Lagern zu einer neuerlichen Eskalation geführt, deren unmittelbare weitere Entwicklung jedoch niemand vorhersagen könne.

Dr. Markus Kaim, Wissenschaftlicher Assistent des Lehrstuhls und profunder Kenner der US-Außenpolitik, beschrieb anschließend den Zuhörern die Voraussetzungen und Zielvorstellungen einer amerikanischen Friedensordnung im Nahen Osten. Bei dieser “Pax Americana” könnten die Vereinigten Staaten in verschiedenen Funktionen je nach aktueller Lage als bloßer Vermittler, Verhandlungsführer, Stabilisierer mit Richtungsvorgaben oder letztlich als Sicherheitsgarant auftreten. Der Konflikt zwischen Israelis und Arabern habe für die USA immer schon einen sehr hohen Stellenwert gehabt, da es neben dem Schutz des jungen israelischen Staates innerhalb der Region auch um grundlegende globale politische und ökonomische Interessen gehe.

Wie sehr die amerikanische Innenpolitik von der Beziehung zu Israel geprägt ist, bewies abschließend Oliver Lembcke vom Institut für Politikwissenschaft in Jena. Der Spezialist für das Regierungssystem der USA machte deutlich, daß es in Gesellschaft und Politik der Amerikaner eine deutliche “pro-Israel”-Einstellung gebe. Diese fordere förmlich eine dauerhafte Unterstützung des Landes im Nahen Osten und sei letztlich auch ganz entscheidend für die amerikanischen Wahlen. So hätten auch die beiden Bewerber um das Amt des Präsidenten, George W. Bush und Al Gore, trotz ihrer unterschiedlichen Parteizugehörigkeiten bei allen Interviews niemals Zweifel an der weiteren  Förderung Israels und des Friedensprozesses aufkommen lassen, um die eigenen Wahlchancen nicht zu gefährden.

Wie die abschließende Diskussion zwischen Zuhörern und Referenten zeigte, wird die nahöstliche Krisensituation wohl weiter anhalten. Auf der Suche nach einer Lösung des Konfliktes werden  die USA auch weiterhin als Vermittler und Partner Israels auftreten, um die Streitparteien wieder an einen Tisch zu setzen. Pax Americana als vielleicht letzte Chance für einen dauerhaften Frieden in Jerusalem, dem Gaza-Streifen und der West.Bank ? Gerade zur Weihnachtszeit ein Wunsch, der dringend erfüllt werden sollte.

Für einen ZDF-Film "Hart an der Grenze" wurden die Außenaufnahmen im Grenzmuseum Schifflersgrund gedreht.
Die Außenaufnahmen wurden im Innenbereich des Museums, am Metallgitterzaun, auf dem Spurensicherungsstreifen und im Bereich des Turmes gedreht. Beide Fotos zeigen Schauspieler am Drehort.

 Außenaufnahmen
Außenaufnahmen


CD im Grenzmuseum erhältlich

Zeitgeschichte so zu präsentieren, dass sie zu einem Erlebnis wird, ist das Anliegen unserer CD-ROM.

Im Flutlicht


Herr Ablaß, ehemaliger Staatssekretär im Ministerium Eppelmann übergab geschichtsträchtige Dokumente an Mitarbeiter des Grenzmuseums

In seiner Begleitung befanden sich Offiziere der Panzerbrigade 39 Thüringen.
Herr Ablaß ist Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Bundeswehr in den neuen Ländern.

Staatssekretär a.D. Werner. E. Ablaß war an den 2+4 -Verhandlungen und verfügte im Auftrag des Ministeriums für Abrüstung und Verteidigung der DDR "die Auflösung der Grenztruppen der DDR"

Mit seiner Unterstützung wird der Arbeitskreis Grenzinformation die Geschichte der DDR und der NVA vom 18.3. bis 3.10.1990 aufarbeiten. Denkbarer Titel:"Der außenpolitische Weg zur deutschen Einheit".

Übergabe von Dokumenten

Übergabe von Dokumenten


Gedenken an die Opfer des 17. Juni 1953

An die blutige Niederschlagung des Volksaufstandes am 17.6.1953 wurde gestern im Grenzmuseum Schifflersgrund erinnert.

Neben Vertretern des Landkreises Eichsfeld, des Werra-Meißner-Kreises, der Polizei, Bundeswehr und der Stadt Bad Sooden-Allendorf war auch Landtagspräsidentin Christine Lieberknecht nach Asbach/Sickenberg gekommen. Sie erinnerte daran, daß 125 Menschen starben. Darunter auch 41 sowjetische Soldaten, die sich weigerten, auf Deutsche zu schießen. Sie wurden von den Sowjets wegen Befehlsverweigerung hingerichtet.

Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahm das Schulorchester Uder/Eichsfeldkreis. mne. Die Feierstunde vor ca. 200 Besuchern schloss mit der Nationalhymne.


Tag der Deutschen Einheit

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3.10.2001 kamen über 500 Besucher ins Grenzmuseum Schifflersgrund.
Im Rahmen dieser kirchlichen Veranstaltung kamen Gläubige aus unterschiedlichen Konfessionen im Schifflersgrund zusammen um der Wiederveinigung unseres Landes zu gedenken.

Ökumenischer Gottesdienst Ökumenischer Gottesdienst


Die innere Sicherheit auf dem Prüfstand (6.11.2001)

Blickpunkt Heiligenstadt /Obereichsfeld

Führung durch das Museum Artikel zur inneren Sicherheit

Siegbert Spiegel (links) vom Arbeitskreis Grenzinformation e.V. führte die Parlamentarische Staatssäkretärin Dr. Cornelia Sonntag-Wolgast durch das Grenzmuseum Schifflersgrund. In der Mitte der 1. Vorsitzende Wolfgang Ruske.


Am 9.11. 2001 Tag der Grenzöffnung

Am 9.11. 2001 Tag der Grenzöffnung - waren der ungarische Botschafter und auch der tschechische Botschafter im Museum.
Erinnert werden soll an die Weichenstellung beider Länder zur Grenzöffnung.
 
Pressestimmen zum 9.11.2001

“Unsinnigste Grenze der Welt”

“Hier verlief die unsinnigste Grenze der Welt und das auf 1 400 Kilometern.”

Christian Köckert,
Innenminister, Thüringen”

“Ohne ein Mitwirken der Nachbarländer wäre die Lawine nicht ins Rollen gekommen.!”

Wolfgang Ruske,
AK Grenzinformation

“Viele Bürgerrechtler haben nach der deutschen Vereinigung einen Realitätsschock erlitten.”

Rainer Eppelmann,
Exminister

“Wir kamen in ein unbekanntes Land.”

Udo Cords,
Innen-Staatssekretär,
Hessen

“Wir neigen zum schnellen Vergessen. In Berlin kann man sich heute so bewegen, als hätte es nie eine Mauer gegeben.”

Dr.Imre Kiss,
Generalkonsul Ungarns

“Die Grenze zwischen Hessen und Thüringen, hat sich verwischt, die innere Einheit kommt voran.”

Thomas Heddergott,
Vorsitzender der VG Uder

“Das waren nicht Krenz und Schabowski, das waren wir. Wir haben die Schlagbäume aufgemacht.”

Rainer Eppelmann,
Exminister
Funke wurde zur Revolution


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